Schöne kleine russisch-deutsche Geschichten


 

 

Nemetskaja Sloboda (Deutscher Kietz) in Moskau

 


 

Moskau war schon immer eine multikulturelle Stadt. Im Mittelalter kamen viele Ausländer nach Moskau: einige waren zum Zarenhof eingeladen, die anderen träumten von Reichtum, es waren auch solche, die auf der Flucht waren.

Die Ausländer bekamen die Erlaubnis, in Moskauer ausländischen Kietzen (damals Vorstädte – auf Russisch: Sloboda) je nach Nationalität zu wohnen. So waren in Moskau seit dem 13. Jahrhundert Tataren Sloboda, seit dem 14. Jahrhundert –griechische und armenische Slobodas, seit dem 15. Jahrhundert – polnische und ukrainische , seit dem 16. Jahrhundert – deutsche Sloboda bekannt.

Die Bewohner der deutschen Sloboda hatten die Erlaubnis, die Häuser nach eigenem Geschmack zu bauen, nationale Kleider zu tragen und nach nationalen Traditionen zu leben. Die Bewohner waren meist Ärzte, Militärpersonen oder Meister im Zarendienst, sowie die Kaufleute, die recht gut verdienten und so verwandelte sich die deutsche Sloboda schnell in eine „deutsche“ Stadt - groß, gepflegt und schön.

 

 

Die Ausländer genossen in Russland Religionsfreiheit, und so gab es in der deutschen Sloboda am Ende des 17. Jahrhunderts zwei lutherische und eine katholische Kirche, sowie viele Geschäfte russischer und ausländischer Händler, deutsche Gasthöfe und einen Friedhof namens „Deutscher Friedhof“. Diesen Friedhof gibt es heute noch, dort steht eine lutherische Kapelle.

 

 

Das Feuer des Jahres 1812 hat leider die meisten Gebäude und Kirchen der deutschen Sloboda zerstört. Nach dem Napoleonkrieg wurde sie im klassischen Stil, der gerade in Mode kam, nachgebaut. Inzwischen verlor die deutsche Sloboda, wie auch die anderen Moskauer Slobodas - ihren eigentlichen Sinn – der Ort für Ausländer deutscher Herkunft: die Einwohner integrierten sich im russischen Leben und in der Gesellschaft und immer mehr Russen bauten ihre Häuser dort.

Im 19. Jahrhundert wurde auch der Name „Deutsche Sloboda“ ersetzt. Dieser Kiez heißt jetzt „Lefortowo“ – nach dem Lefortow-Palast, der im Jahr 1696 von Francois Lefort, dem berühmter Freund und Trinkbruder von Peter dem Großen erbaut wurde.

 

 

 

 

Das Milchmädchen im Park von Schloss Britz,

 

Berlin-Neukölln

 

 

Am Rand des Parkwegs beim Schloss Britz in Berlin-Neukölln weint die bronzene Schöne über ihren zerbrochenen Milchkrug.

"Das Milchmädchen" ist eine Nachformung des 1807 von dem Bildhauer Pawel Petrowitsch Sokolow geschaffenen Originals, das sich im Zarskoje Selo (Zaren Dorf) bei Sankt Petersburg befindet.
Eine Kopie wurde 1827 anlässlich des Geburtstages des Prinzen Karl von Preußen im Garten seines Schlosses in Glienicke aufgestellt und war ein Geschenk seiner Schwester, der Zarin Alexandra Feodorowna.

 

 

Diese Kopie verschwand in den Endwirren des Zweiten Weltkrieges und wurde erst 1989 auf Betreiben des ehemaligen Direktors der Schlösser und Gärten, Martin Sperlich, durch einen neuen Abguss ersetzt.
Die zweite Kopie wurde als "Meilenstein der Freundschaft" durch russische Gäste, unter ihnen Botschafter Jewgenij Schmargin, dem Förderverein Schloss Britz überreicht. Die 69.000,- DM für den Abguss wurden von 156 Spendern finanziert.

Das Schloss Britz kooperiert seit 1989 mit dem Staatsmuseum Zarskoje Selo bei St. Petersburg – ein Perle der Museen der Architektur und des Park und Garten Kunstes vom 18. bis 19. Jahrhundert.

 

 

 

Alexanderplatz in Berlin

 

 

Der Alexanderplatz ist ein zentraler Platz und Verkehrsknotenpunkt in Berlin. Er liegt im Ortsteil Mitte in der früheren Königsstadt und wird im Volksmund liebevoll „Alex“ genannt.

 

Ende des 13. Jahrhunderts wurde vor dem Oderberger Tor ein Spital mit einer dem Heiligen Georg geweihten Kapelle eingerichtet. Erstmalig aktenkundig wurde der Alexanderplatz als Stauraum vor dem Oderberger Tor in der mittelalterlichen Stadtbefestigung Berlins. Vor diesem Tor - später Georgentor und seit der Krönung des Kurfürsten von Brandenburg zum König Friedrich I. in Preußen im Jahre 1701 Königstor genannt - mussten die Fahrzeuge, die über die Bernauer, die Prenzlauer und die Oderberger Straße nach Berlin kamen, auf ihre Abfertigung für die Einfahrt in die Stadt warten.

Zu Ehren des russischen Zaren Alexander, der im Frühjahr 1805 Berlin einen Staatsbesuch abhielt, bekam der Alexanderplatz seinen heutigen Namen.

 

Heute dominieren Neubauten den Platz. Das 30stöckige, rund 120 Meter hohe Hotel "Stadt Berlin" (1970), heute „Park Inn“ genannt, das 13geschossige "Haus des Lehrers" (1964 erster Neubau nach 1945 am Alex), der Kuppelbau der Kongresshalle und das 18geschossige "Haus des Reisens" umschließen heute den Platz, auf dem 1969 das wohl für den Ort bedeutendste und höchste Bauwerk, der Berliner Fernsehturm errichtet wurde.

 

 

 

 

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